crashkunst

(sur)realistische Kunst von Krešimir Crash Vorich

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Gedichte / Poesie von Kresimir crash Vorich

gerade jetzt

E-Mail

der Kreis breitet sich aus
und mein Ring ist rund was sonst
in meinem Loch bin ich trüb und der Schacht ist tief
und die Tiefe ist unermesslich und der Wind flieht
von hier
hat man einen betrübten Ausblick in die Finsternis

es ist noch nicht so tief und nicht zu hoch
und der Sprung ist klein
wie beim Käfersex und sicher sein
was soll das wenn der Schnitter sowieso kommt
angeheitert kopulieren wir und kokettieren mit verlorener Zeit
leicht luftig fliehend flüchtig berühren wir uns vielleicht mal
und vielleicht auch nicht

vielleicht bin ich dicht und du dichter
egal einerlei eine Wienerwurst oder ein Ei hart oder weich oder durchbrochene Schale
da schlüpfe ich raus aus meinem Graben und Raben zwinkern mir zu und krähen über den
nackten schiefen Lauben und dunklen Löchern hier und gerade jetzt in den Frühlingstagen.

 

Der Alte wusste es

E-Mail
gebrochene Zunge, das Gesicht und die Hochmut
reden Irre, beißen sich fest in die Vergangenheit.

................................................................................................

wie viele Zungen spricht der Bohneneintopf,
fragte mich mal mein Vater,
während ich den toten Hund
auf's Ende unseres Gartens abmarschierte
(einige Jahre danach wuchs ein Pfirsichbaum daraus).

und wie viele Küken schlüpfen aus der Glühbirne raus,
fragte ich ihn,
und wie viele Sterne gibt es im Fernseher, Papa?

so viele Frauen,
sagte der Alte,
auf den toten Hund runterschauend.

 

PJAN

E-Mail
hier ist der Barhocker Bartheke Menschen die ich gar nicht kenne || der Rauch die Bedienung sie hat sehr kurzen Rock || der Typ streckt den Ellenbogen ich konnte denken mit Absicht macht er das || aber hier ist das Gesicht das Gesicht das Gesicht || Scheiße ich habe es verloren in der Menschenmasse || in diesem Teerreflektorlicht das mich verblendet || Lisa redet nicht mehr mit mir weil ich gesagt habe Krebs ist scheißegal für meinen dummen Schwanz der durch den Krieg ungeschadet durchgekommen ist || ich weiß nicht wohin mit meinem Zigarettenstummel || und Barkeeper ist zärtlich mit Bedienungshinterteil || die Band spielt schlechtes Police und Sting hat sich schon längst verkauft || ich habe noch einen Roten Trockenen bestellt || ich sehe Katrin hat kleine Busen lange Beine und großen Bruder || ich habe Spin in meinem Kopf || und genau in dem Moment wenn ich denke das ich wegfliegen werde || wach ich auf und kann mich an den Flug nicht erinnern.
 

was bringt mir das

E-Mail

kopiere etwas was du schon mal vermutet hast
und das ist alles schon gefühlt geahnt gewesen
Korridore meiner Verlorenheit führen dahin
wo du mich verloren hast kannst du nicht bleiben
und wo ich dich gehasst habe hat sich gedreht
ich habe verweht all die Erinnerungen die mich
verletzt verfetzt entkörpert haben
in der Nacht gab es einen Atemzug
kürzer als die Gedanke selbst
es war Schlag auf Schlag auf Schlag
und geschwind dazwischen gehörten wir uns.

 

was

E-Mail

was die Menschen nicht tun
tun die aus Angst oder Vorsicht
nicht

was die Menschen tun
tun die aus angst
oder liebe

ich frage mich
welche der zwei Optionen
nimmst du

und nimm es
nicht persönlich
aber wozu diese Person
immer wieder
taucht sie auf
abends
am tag
und zwischen
in Rauchbewegungen
wie in dem tanz
den ich mal
geträumt habe

und kein Fragezeichen
wird die Erklärung geben
nur die Pinselbewegungen können
Gemüt beschreiben
wenn ich die
draufklatsche

 

tag danach

E-Mail

davor war alles weiß und glut und schweiß und das haus war voll
die masken hat ihr mitgenommen
die unschuld auch
das hat mich
mitgenommen vergewaltigt ermüdet verschlossen
in die schublade volle alter socken
in dem ruin meiner erinnerungen
in das rinnen des streichs
streich der zeit
zeit der stille
stille des augenblicks
blick der traurigkeit

 

stein und tralala

E-Mail

Stein und tralala
Ich war da
Rauch gezogen
abgezogen
Luft ist kalt
Traum ist Macht
der Dämonen

Ich will Pause
sag lieber nichts

du lächelst cool
violetter Atem
klebt mein Auge
an deinen morschen Lippen
die sind die Küsten
in dem Blutstrom

Ich falle lichtschnell
in dieses blaue Loch
 

sei

E-Mail

entlasse mich
aus diesem körper hier
kann ich nur warten
und das ist nicht das träge gefühl
was dich angeht
und das ist nicht das träge dasein
während ich

schritt für schritt
vor mir werfe
tag für tag für schritt

und das ist nicht gerade

eingeschlafener tag
der mir sagt
es fehlt was

kann nur warten
entlasse mich
verlasse

deine hülle

und sei.

 

... oder sonst was ...

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sei Bitch oder sonst was
ich bin das was nicht zu ändern ist
nicht in 1000 Jahren Einsamkeit oder
dieses Bewusstseins
während sich Planet dreht
drehe ich mein Kopf weg
von verdorbenen Jahren
und drehe den Wasserhahn auf
und Geschichten
in welchen ich nie Akteur war
fließen von einmal raus

und wenn du diesen Tropfen mitnimmst
und diese Flüssigkeitsausdehnungsfläche misst
und überziehst über den Augen statt Augenlieder
kannst du sehen wie die Welt heilt
mit Geschwindigkeit unserer Zärtlichkeiten
die wir ausgedehnt haben
habe ich die Zeit vergessen
das war
die beste Zeit

halbiere den Mondschein
und verstreue die Farben auf Tageslicht
ich hörte wann du gegangen bist
als ob ich gefallen bin
wo ich aufgestanden bin
sind ein oder zwei tage vergangen
und zwei Augen
zwei Hände
zwei Lippen
die austrocknen.

und hier ist das Glas auf dem Glastisch
Bilder auf dem Bildschirm

Musik aus Musikkiste

Ich aus Vergangenheit
trinke und denke
was wäre wenn.

 

die ruhe der nacht

E-Mail
hallo süßer
sagst du wieder
was heißt das schon

süß bitter und scharf

wer ist hier scharf
und wer verbittert

und zusammentreffen
meiner knochen
die rasseln
das glas bricht den whiskey
eis schmilzt
bin verschwitzt
ziehe meinen kragen
um die falten zu ordnen
falten dieses gesichts
mit zu viel muskeln
die nichts verzerren
die nichts erzählen
reverse schritte
und poker face

aus dem magen kommen die gefühle
deine will ich enträtseln
und klirren lassen
bis die nacht erlöscht das augenlicht
für heute ist genug
leerer wörter
vollen schnautzen
glatten wegen
meinen gedanken

careless
heißt so was wie
macht dir keine sorgen
und keine bilder
die farben sind fett
die narben auch
und das ist gut so

 

fortuna

E-Mail

die Lippen gleiten
der Brustkorb hebt sich
senkt sich
ich schaue
ins Nichts
ich ziehe
Korken
aus dem Ohr
aus dem Auge
schlabbert was Schleimiges
mit dem Finger zeichne ich einen Bogen
wie ein Teil des Weges hinter mir
und was soll ich damit
während mein Hals krampft
ich schweige die Nacht
ziehe die Falten
knirsche die Zähne

der Wein ist süffig
unentbehrlich

die Beine stützen sich
der Boden stütz sich auf mich
ich stütze mich auf Fortuna
auch wenn ich mir nicht sicher bin
sieht so aus
der Brustkorb hebt sich
und senkt sich
wie die Nacht fällt

und wo hast du diesen Atemzug verloren
so das ich verloren gegangen bin
sobald ich gemerkt hab’
wie gemütlich kann ich
diesen Tag überleben
den Traum
und all die Mengen
des Alkohols
der Berührung
des Lachens.

 

kartoffel

E-Mail

der Tag ist regnerisch langweilig
gedehnt für guten Fick
meine Hände brechen die Tage
Ich ziehe meine Gelenke
will so stark sein wie ein Vogel
und meine Flügel breiten
dazwischen sitzt du
die Wolken flitzen
Autos sausen
Andenken schläft

Nüstern voll Geruchs
den ich mal geträumt hab’
der Rauch kommt rein
und erzählt Geschichten
wie die Schmerzen anders sind
wie andere Frauen

die Zähne knistern
unter der Bettdecke
wie Gedanken
Steifen überrascht mich manchmal
der Morgen ist seltsam
allein neben der Frau
denke wie wenig Zeit
übrig bleibt

Emotionen ziehen zusammen
wie die Gesichtsfalten
die Stirnfurchen vertiefen
den Trübsinn dieses Schädels
wo zwei Augen rollen
die Tage rollen
betrügen Menschen

lernen abzuschließen

 

samstagmorgen

E-Mail

ist da jemand zuhause
frage ich mein Hirn beim kiffen
ist da jemand in dir
frage ich dich beim trinken


die Bilder brechen das Fensterlicht
ich versaufe in dem Schnitt
schaue zwischen den Tropfen
im Regen Zeit steht still
schnelle Zunge bricht sich
hautfarbiger Abend
mein Retro ist so kalt
mein Fuß ist platt
und die Raben sind nicht
vom Kreuz abgeflattert
sattle den Gotteswind
sein Pfiff kenn’ ich nicht mehr

Tanz und Durst
vom Mund zu Hirn
Samstagmorgen
vergeht zu schnell

Die Karre ist Unfall
ungefähr dabei
bin in Rotwein
gefallen gefallen gefallen
da ist Schwarzes Meer

ein Glanz in deinem Auge.

 

irgendwas läuft

E-Mail

ich habe vergessen wie du riechst

wenn der tod
kommt und geht
hier in meinem zimmer
sage ich: hallo

die welt öffnet sich
schreibt die geschichte
während ich atme
während ich den jim zärtlich
niedere schmettere schmelze
während ich an dich denke

der himmel bewegt sich
erst sternen durchbohrt
dann wolken verschmiert
die straßen leeren sich
menschen verschwinden
in ihre löcher just wie insekten
merke ich gar nicht
dass sich was bewegt

fühle mich als einzige wache person
heute abend
flattert meine lunge
wie der windhund
oder seine schmetterlinge
in seinem verpeiltem kopf

so sehe ich die tatsachen
du bist da
ich bin hier
und so wie es ist

läuft irgendwas.

 

ich hab's verstanden

E-Mail

die Zeit bricht das Geld
ich denk’ was süßes
stirbt in sich
wo gibt’s so was

keine Wut
kein Neigen
kein Himmel
kein Schmerz

Der Dumbo lernt fliegen
mein Kopf platzt
irgendwo da draußen
jemand dreht durch

nirgends atme ich Lungen
nirgends schicke ich das Geld
nirgends starte ich Klar
nirgends nehme ich die Seelen
nirgends bin ich schon lange gelandet.

 

sag es

E-Mail

ich habe noch
meine schuhe an
es ist nach mitternacht
und noch mehr zu tun
was tue ich sonnst
sag' es bitte niemanden
dass ich deine stimme hörte
schönkreischend

und komm und ziehe deine
unsichtbarkeit aus
dann schauen sich die harte flächen
weiß auf grau auf schwarz auf bunt

wir sind ein bund
verbrannten seelen
die wandern zwischen den zeilen
die schreibe ich nicht
put a dollar in my pocket
is way of living

lass meine hoffnungen nicht
auswachsen ausarten ausgleisen
gedanke aus stahl
ist nur meine
da halte ich fest
die umrisse
die tage
deine umrisse
sind scharf wie messerzug
auf, in, durch zwischen den rippen

und was ist die arbeit schon
da unterscheide ich nicht
schluck vom biss
biss von schramme
roll dich zusammen
und hüpf
in den sprung
über diesen
oberflächlichen gedanken
flachen menschen
menschlichen fehlern

schau mich in die augen
und sage

ich will das.
 

Ewigkiet

E-Mail

um dich zu knacken brauche ich
Phantasie eines Verrückten
Kraft des Eingeborenen
der die Erde schon gegrast hat
während wir geferkelt haben

die Bosheiten sind geblieben
und die Wahrheiten auch
und wie die Zähne
bohre ich die Finger hinter Gedanken
unter der Kraft die ich aufbewahrt habe
für anständiges Begräbnis
aller Lügen die ich
liegen gelassen habe.

verwest neben der Straße
und Gestank bedeckt mich
und der Mondschein umhängt mich
neben den Geistern
die mich angrinsen
ich passiere die Ewigkeit
der menschlichen Fäulnis.

 

Schnaps

E-Mail

ein Schnaps dreht die Lampe
die Sterne sind sehr
auf uns liegt die Zeit
wie die Flechte
Nabel ist Eindellung
die ich an dir suche
ich will gern gleiten
an deinen Linien
ich will gern träumen
das Kristallschiff
in deinem Mundwinkel
wie ein leichter Traum
und lieber verstummen
lieber die Augen schließen

ich schieß meinen Kopf in den Raum
zwischen der Theke und dem Umfallen
Fliege unter’m Glass vor sieben
Der Boden verneigt sich und Küsst meine Stirn

Der Raum bricht in die Hälfte
unter dem Boden ist Hülle des Nichts

 

komm mit

E-Mail

die arbeit steht vor mir
ich werde mich aber
zusaufen zumörbeln zuviel von dem talent
geht in die luft
und was ist die zeit
verschleiste energie
verpeitschte haut
dehnt sich um mich
ich dehne mich zu breiten
und schaue am leben zu bleiben
das bett ist breit
die palette auch
komm mit und
halt die klappe

 

warten

E-Mail

dreh durch beiß rein geh verrückt verärgere berste dich aus
all die
Bewegungen Stöhne Bezähmungen und Schweigen
wenn die Sterne
runter fliegen wie die Löcher in deinem Auge
die Wege zerteilen sich wie die Ader in deiner inneren Blutung
die Wolken ziehen sich wie fette langweilige Nachmittage
die Autos kriechen in Slow Motion
du sitzt und sitzt und bewegst dich nicht
du schaust und schweigst und denkst an gar nichts
du wartest nur.

 

rest ist unwichtig

E-Mail

arbeite das ab
öffne die Fenster
verschweige die Blicke
beschnüffle die Bewegungen
die dich Berühren
und der Rest ist unwichtig.

verschmelze die Haut meines Fingers
und der Linie deines Körpers
öffne dein Mund als ob du was zu sagen hast
aber lass nur ein Atem oder Geflüster raus
lehne dich hier an und bleib so für immer

und der Rest ist unwichtig

 

das insekt

E-Mail
das insekt krabbelt
hier in meinem auge
kratzt das kreuz
kreuzt das kreuzworträtsel
rätselt die zukunft

wo immer du hinschaust
wo der himmel zusammenbricht
mache ich leise bewegungen
und grins.