Um was geht es

Als ob es mal war. Hier, unter dem Horizont der Schande. Die unendlichen Wege des Egoismus, auf denen die Menge von Derartigen läuft und sie erzählen ihre Geschichten, was auch immer, es ist egal, Hauptsache sie werden gehört. Labere jemanden, der anscheinend zuhört, voll. Und wen interessierts? Dreh die Augen. Den Kopf. Und schaue die Wahrheit. Und sie heißt: Du bist alleingelassen. Hier mit deinen Materialien, mit aufgestapelten Menschlichkeitsresten. Bewege dich und baue die Teile zusammen. Irgendwie. Es ist egal wie.

Über was reden wir hier? Über die Entstehung eines Kunstwerks. Über das Überleben einer Künstlerseele. Die, die es nicht kennen, können mich mal. Und sollen sich verpissen. Im Sprung. Auf dem Fußgängerweg. Klebt der Kaugummi. So, wie sich die Zeit zieht. So, wie wir die unwichtigen Wörter ziehen, im mit Leere erfüllten Raum. Es reicht. Bewege die Hände, elektrisiere  die Hirnverbindungen und tue was. Und nehme herumliegende Materialien. Nimm das Gefühl, komprimiere es in eine Form und so weiter.

Mir ist es egal, was irgendjemand sagt. Nur das zählt: Das, was auf meinem Arbeitstisch schluchzt, jammert und anfängt zu leben. Die Bilder des Systemaufbaus. Ohne Systematik. Nur das Ding, das leben will. Die lebendige Idee muss raus. Darum geht es, Alter.

All die Jahre fühle ich mich verfolgt von den Theorien des Kunstmarktes. Was für ein Wort: Markt. Wie Viehmarkt. Kommt, Bauern, kommt alle, einer nach dem anderen. Besessen bin ich, Alter, von deinen verrückten Theorien, für die ich kein Gehör und keine Zeit habe. Heute ist das Geld der Herrscher und Gott, und du bist sein Sklave. Ich will es nicht so. Sei still und sag erst was, wenn es Sinn macht, vor allem muss es kurz sein. Erst dann können wir reden.

Dein eingedellter Schädel, und schau mich nicht so an mit deinen löcherigen Augen. Sonst könnt ich denken, dass du mich gemeint hast.  Zeit der Stagnation. Die Nation. Was für eine westliche Lüge. Sie stehlen deine Energie. Rauben deinen Raum. Klauen deine Ideen. Sie kommen und klopfen an die Tür, auch wenn die Gerätschaften aus sind.

Wir sind eingesperrt. Gefangen in einem anscheinend freiem System. Befreie dich erst mal von deiner eigenen Sinnlosigkeit. Vielleicht kriegst du dann die Chance. Was anzufangen. Die Box aufzumachen. Deinen Mund zu zumachen. Die Handbremse zu lösen. Zu arbeiten. Die Arbeit ist der Ausgang. Der Schlusspunkt.